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CEWE Color
Applikatoren für die schönsten Erinnerungen
Die CEWE Color AG hat mit speziell entwickelten Applikatoren von Zetes den Versandprozess von CEWE Fotobüchern am Standort Dresden wesentlich optimiert – bei deutlich gestiegener Qualität wurden die Abläufe beschleunigt und vereinfacht.
Der Wandel kam schneller als erwartet. Die digitale Fotografie hat den klassischen Film innerhalb weniger Jahre verdrängt und viele Entwicklungslabore mussten schließen. Dank innovativer Ideen und einer hoher Wandlungsfähigkeit blieb der CEWE Color AG & CO.OHG dieses Schicksal erspart. Stattdessen verzeichnet die Firma hohe Wachstumsraten, was unter anderem auf die seit 2005 angebotenen individuellen CEWE Fotobücher zurückzuführen ist. Zu dem boomenden Konzept gehört eine anwenderfreundliche Software, mit der private Kunden ihre Bilddaten auf einfache Weise verarbeiten und in ein professionelles Layout bringen können. Die Daten werden anschließend bei CEWE ausgedruckt und gebunden. Allein am Standort Dresden entstehen auf diese Weise pro Tag bis zu 10.000 CEWE Fotobücher, wobei schon rund 70 Prozent der Aufträge über das Internet eingehen.

Automatisch generierte Etiketten
„Hier in Dresden produzieren wir die CEWE Fotobücher erst seit 2008“, berichtet Frank Verweyen, der an dem sächsischen Standort den EDV-Bereich verantwortet. Er und seine Mitarbeiter haben von Anfang an nach Lösungen gesucht, mit denen der Herstellungsprozess vereinfacht werden kann. Dabei stand auch die Etikettierung der verpackten CEWE Fotobücher mit den Versand- und Auftragsinformationen auf dem Prüfstand. Dieser Arbeitsgang ist Teil der Versandvorbereitung.
Die fertig gestellten und in eine Klarsichtfolie eingeschweißten Bücher werden dabei stapelweise per Rollwagen an einen der dafür eingerichteten Arbeitsplätze befördert. Danach werden die CEWE Fotobücher einzeln dem Stapel entnommen, wobei das Buch zunächst über einen Scanner gezogen wird. Der Scanner liest die Auftragsinformationen, die in einem auf der Buchrückseite aufgedruckten Barcode enthalten sind. Auf dieser Basis generiert das CEWE-Produktionssystem das Adressetikett - den so genannten „Order Information Print“, kurz OIP. Während die Mitarbeiterin das Buch in die Versandtasche steckt, werden die OIP-Daten als Bilddatei an den Drucker übertragen.
Schnell entwickelt und geliefert
„Anfangs hatten wir dafür in der Versandvorbereitung an jedem Arbeitsplatz einen einfachen separaten Etiketten-Drucker installiert“, erklärt Verweyen. Die Mitarbeiter mussten die Etiketten dann einzeln abziehen und auf den entsprechenden Umschlag kleben. „Spätestens nach dem zehnten OIP waren jedoch die Finger klebrig“, erinnert sich der IT-Experte. Zudem seien manche Etiketten schief, mit Lufteinschlüssen oder Knicken aufgebracht worden. In manchen Fällen war die Lesbarkeit stark eingeschränkt. Anschließend wurden die gesammelten Umschläge durch einen Mitarbeiter zum Fakturieren gebracht – ein sehr zeitaufwändiger Prozess.
Verweyen wollte deshalb eine automatische Spendeeinheit für die OIP – einen so genannten Applikator. Außerdem sollten die so etikettierten Umschläge über eine automatisch angesteuerte Rollenbahn zum Fakturieren befördert werden. Auf der Suche nach einem passenden Lieferanten sprach Verweyen verschiedene Anbieter an, von denen allein Zetes ein überzeugendes Konzept mit einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis anbieten konnte – das war im Juni 2010. Nach einem intensiven Vorgespräch lieferte Zetes bereits im August einen komplett neu entwickelten Prototypen für einen dreiwöchigen Praxistest. „Während dieser Phase wurden unsere Änderungswünsche umgehend durch die kompetenten Mitarbeiter von Zetes umgesetzt“, sagt Verweyen.
Effekte haben sich herumgesprochen
Nach Abschluss der Prototypen-Phase bestellte Verweyen drei Applikatoren, die pünktlich zu Beginn der Weihnachts-Saison Anfang Oktober geliefert und eingerichtet wurden. Der von Zetes entwickelte und gebaute Applikator mit einem angeschlossenen Intermec-Thermodrucker vom Typ PM4i führte zu wesentlichen Erleichterungen. Eine ebenfalls von Zetes entwickelte Steuereinheit taktet das gleichmäßige Aufbringen der OIP mit dem Vorschub der Fördertechnik. Als herstellerunabhängiger Systemintegrator verwendete Zetes dabei die am besten geeigneten Komponenten. So kommen bei der Applikatoren-Lösung für CEWE Sensoren von Sick und Pneumatik-Zylinder von Festo zum Einsatz.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Der gesamte Vorgang läuft nun um 30 Prozent schneller als vorher“, sagt Verweyen, der inzwischen bereits ein viertes Gerät bestellt und installiert hat. „Bei einer täglichen Produktion von bis zu 10.000 Büchern kommen da einige Stunden Arbeitszeit zusammen.“ Außerdem klebe nun jede OIP „absolut gerade und immer am dafür vorgesehenen Platz“. Übrigens: Die positiven Effekte der neuen Lösung haben sich innerhalb der CEWE Color AG schnell herumgesprochen, so dass demnächst auch noch ein paar weitere der 12 Produktions-Standorte auf die Applikatoren-Lösung von Zetes umsteigen könnten.
Über CEWE COLOR AG & Co. OHG
CEWE COLOR ist der führende Foto-Dienstleister in Europa. Neben Fotobüchern bietet das 1961 gegründete Unternehmen Digitalfotos, Foto-CDs, diverse Foto-Geschenke wie personalisierte Kalender oder Schneekugeln sowie Fotos von Filmen und diverse Internetdienstleistungen. Mit knapp 50 Digitaldruckmaschinen ist CEWE COLOR zudem größter Anbieter für Dienstleistungen im 4-Farb-Digitaldruck.
Das familiengeführte Unternehmen ist in 24 europäischen Ländern vertreten und verfügt über 12 Produktionsbetriebe, von denen sich fünf in Deutschland befinden. Etwa 2.700 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2010 einen Umsatz von 447 Millionen Euro. Der Vertrieb basiert auf 45.000 Handelskunden, 191 Einzelhandelsgeschäften in Mittel- und Osteuropa und Norwegen sowie einem zunehmenden Anteil von Bestellungen über das Internet.